stattgefunden.
1. Einleitung
2. Programm
3. Pressetext
Referenten
Prof. Dr. Voigt
Prof. Dr. Schumm-Draeger
Prof. Dr. Grußendorf/Raue
Prof. Dr. Heinen/Dr. Büber
Prof. Dr. Grüters
Prof. Dr. Allolio
BÄK
AOK
Prof. Dr. Lehnert
Ziel dieser Veranstaltung war es, in einer gemeinsamen Diskussion mit Vertretern aus der Politik, den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, Ärztekammer und Vertretern unseres Schwerpunktes Endokrinologie im Hinblick auf die zunehmend prekäre Situation der klinischen Endokrinologie in allen Bereichen (Hochschule, nicht-universitäres Krankenhaus, endokrinologische Schwerpunktpraxis) die aktuelle Situation im Sinne einer Bestandsaufnahme zu besprechen und innovative Lösungswege zu erarbeiten.
Nachfolgend sind die wichtigsten Gesichtspunkte der Referate und der Diskussion der überaus gut besuchten Veranstaltung kurz zusammengefaßt.
Der Sprecher der berufspolitischen Kommission der DGE, Herr Prof. Martin Grußendorf, stellte eindrucksvoll die existenziellen Probleme des Schwerpunktes Endokrinologie heraus, die in der Hochschule ebenso wie in nicht-universitären Krankenhäusern und in der endokrinologischen Schwerpunktpraxis aufgrund des immens angestiegenen, unterschiedlich bedingten Kostendrucks entstanden sind und nicht nur existenziell bedrohend für den endokrinologischen Schwerpunkt in der Inneren Medizin, sondern noch kritischer in der gynäkologischen, der pädiatrischen Endokrinologie und der endokrinologischen Grundlagenforschung zu werten sind.
Das berufspolitische Mitglied der Vorstandes der DGE, Herr Prof. Friedhelm Raue, wies nachdrücklich auf die große Bedeutung einer hochqualifizierten endokrinologischen Weiterbildung hin, die im Sinne einer kontinuierlichen medizinischen Ausbildung (CME continuing medical education) verpflichtend von jedem klinischen tätigen Endokrinologen nachzuweisen sein wird. Von großer Bedeutung ist, dass die Diabetologie als obligater Bestandteil des Faches definiert und durch eine Verlängerung der Weiterbildungszeit und die Umbenennung des Schwerpunktes in Endokrinologie/Diabetologie intensiver berücksichtigt wird. Als eine der ersten Fachgesellschaften hat die DGE Leitlinien für Therapie und Diagnostik endokrinologischer Krankheitsbilder sowie entsprechende Standards zur Qualitätssicherung zusammengestellt.
Frau Prof. Annette Grüters, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, stellte die extrem wichtige Bedeutung einer in der Ausbildungsordnung verankerten Weiterbildung am Beispiel eines Schwerpunktes pädiatrische Endokrinologie heraus. Prof. F. A. Leidenberger führte vergleichbares für den Schwerpunkt gynäkologische Endokrinologie aus. In diesem Zusammenhang führte Frau Dr. Anette Güntert, Bundesärztekammer, aus, dass die in Vorbereitung befindliche Novelle der Musterweiterbildungsordung der Bundesärztekammer in erster Linie das Ziel habe, die Vorsorgungsqualität der Bevölkerung auf hohem Niveau zu erhalten bzw. weiter zu verbessern. Dabei solle die Facharztweiterbildung Freiräume schaffen, die eine Flexibiliät für unterschiedliche Ausrichtungen eines zukünftigen Arbeitsschwerpunktes (z.B. Endokrinologie / Diabetologie) ermöglichen sollen.
Herr Wolfgang Stark, AOK Hessen, berichtete über die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform 2000 aus Sicht der Kassen und betonte, dass insbesondere im Hinblick auf einige zentrale Reformteile wie z.B. das Globalbudget und die stationäre Versorgung ein erheblicher Präzisierungsbedarf besteht. Er betonte, dass die Wirkung effizienzsteigernder Strukturmaßnahmen und der Abbau von Überkapazitäten allenfalls mittelfristig eintreten könne, Mehrbelastungen jedoch sofort wirksam werden und damit die Beitragsstabilität gefährdet ist. Inwieweit die Versorgung unter diesen Rahmenbedingungen für hochspezialisierte Bereiche wie den der Endokrinologie sichergestellt ist, bleibt nach seiner Aussage z.Zt. offen.
Die Ausführungen der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Frau Gudrun Schaich-Walch, focussierten die in der aktuellen politischen Situation durchsetzbaren Reformmaßnahmen aus der Gesundheitsreform 2000, die in der Bundesratsitzung am 26.11.99 zur Abstimmung kommen müssen. Sie gab dabei einen hochinteressanten Einblick in das komplexe Geschehen der Fraktionsarbeit und stellte sich aufgeschlossen der lebhaften Diskussion von Fragen wie z.B. zur medizinischen Versorgungsqualität der Bevölkerung, Fragen der Aus- und Weiterbildung sowie dem Hausarztsystem.
Darüberhinaus stellte Herr G. Baum, Bundesministerium für Gesundheit, die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform 2000 für den stationären Patienten dar. Über diese Bestandsaufnahme der aktuellen Situation des Schwerpunktes Endokrinologie hinaus konnte in der Nachmittagssitzung über innovative Lösungswege gesprochen werden.
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