Das 50. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) findet vom 1. bis 4. März 2006 in Essen statt – erstmalig gemeinsam mit der Jahrestagung der Niederländischen Gesellschaft für Endokrinologie (NVE). Im Congress Center treffen sich Ärzte und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, um Aktuelles aus Forschung, Klinik und Praxis hormoneller Erkrankungen zu diskutieren.
Zu den Hauptthemen des Kongresses gehören das Metabolische Syndrom (MTS), endokrine Tumoren und neue Methoden der Grundlagenforschung.
In Deutschland sind etwa 15 Millionen Menschen vom MTS betroffen. Die Kombination aus erhöhten Blutfett- und Blutzuckerwerten, Bluthochdruck und bauchbetontem Übergewicht hat häufig schwerwiegende Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. In Essen diskutieren Experten mögliche Wege zur Therapie dieser Stoffwechselstörung. Darüber hinaus stehen unter anderem hormonelle Erkrankungen bei Kindern und „Hormone und Alter“ auf dem Programm.
Die Themen reichen von der Grundlagenforschung über neue diagnostische Verfahren bis hin zu innovativen Therapieformen. „Endokrinologie“ ist nicht nur die Lehre von Hormonen und ihren Wirkungen, sondern ein integrierendes und interdisziplinäres Fachgebiet, das viele Krankheiten von der Kindheit bis ins Alter ursächlich erklärt und spezifisch behandelt. Die Nähe zur Krebsforschung spiegelt
sich am Schilddrüsenkrebs, der mit besonderer Expertise – chirurgisch, nuklearmedizinisch und medikamentös – als häufigster endokriner Tumor in Essen gemeinsam behandelt wird.
Für Professor Mann und die DGE ist es eine besondere Ehre, dass die Präsidentin der amerikanischen Endocrine Society, Professor Andrea Dunaif, Chicago, die traditionelle Berthold-Lecture zum Thema Polyzystisches Ovarsyndrom und metabolisches Syndrom halten wird.
Ergänzend zum wissenschaftlichen Programm wird erstmals am 4. März durch die Akademie für Fort- und Weiterbildung der DGE eine Fortbildung für Internisten und Allgemeinmediziner zum Thema Prävention, frühere Diagnostik und Therapie von Hormonen und Stoffwechselkrankheiten angeboten. Die häufigsten Krankheiten, wie Adipositas, Diabetes, Hypertonie, Osteoporose und Struma sowie Kostenaspekte werden dabei abgehandelt. Fortbildungsangebote gibt es auch für Assistenzberufe der Endokrinologie.
Eine Industrieausstellung mit pharmazeutischen, diagnostischen und medizintechnischen Firmen sowie medizinischer Fachliteratur rundet das Informationsangebot ab.
Die DGE vertritt all jene, die in diesem Bereich forschen, lehren oder ärztlich tätig sind. Der Jahreskongress fördert den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Ärzten. Um diesen Austausch auf internationaler Ebene verstärkt zu fördern, findet der Kongress erstmalig gemeinsam mit der 23. Jahrestagung der Niederländischen Gesellschaft für Endokrinologie (NVE) statt.
Eine Anmeldung zum Kongress ist per Post oder über das Internet möglich: EndoScience Endokrinologie Service GmbH, Thalkirchner Str. 1, 80337 München, Tel.: 089 23237570, Fax: 089 23237579, E-Mail: essen2006@endoscience.de. Unter www.essen2006.org finden Interessierte darüber hinaus weitere Informationen zum Kongress. Abhängig vom Anmeldedatum und Mitgliedschaft variiert die Teilnahmegebühr zwischen 40 und 160 Euro. Studenten zahlen 40 Euro. Die Fortbildung kostet 25 Euro. Tageskarten sind am Kongressort erhältlich. |