Essen - Auf ihrem 50. Symposion in Essen verleiht die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) sechs Preise an Autoren herausragender wissenschaftlicher endokrinologischer Arbeiten. Die Fachgesellschaft unterstützt damit die Arbeit von Jungforschern und die Entwicklung in der grundlegenden und klinischen Forschung auf dem Gebiet der Hormonwissenschaften. Mehr als 50 Bewerber aus dem In- und Ausland haben ihre Arbeiten eingereicht.
Für den Schoeller-Junkmann-Preis wählten die Juroren die gemeinsame Arbeit der Biochemikerin Ulrike Lemke und des Molekularbiologen Dr. rer. nat. Stephan Herzig vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg aus. Sie untersuchten die molekularen Grundlagen der Entstehung einer so genannten Fettleber. Der Novartis-Preis ‚Junge Endokrinologie’ ging an die Genetikerin Ruth Janoschek von der Universität zu Köln. In ihren Studien erforschte sie an Mäusen die genetischen Grundlagen der Appetitlosigkeit. Für seine Arbeit zur Rolle der Leber bei der Regulation des Stoffwechsels von Schilddrüsenhormonen erhielt der Biochemiker Dr. rer. nat. Ulrich Schweizer vom Berliner Universitätsklinikum Charité den Merck European Thyroid von-Basedow-Research Prize. Der Ernst-und-Berta-Scharrer-Preis wird in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an zwei Preisträger vergeben: Zum Einen an Kamila Chara von der Universität zu Lübeck. Die Ärztin und Psychologin untersuchte bei Diabetikern während des frühen und späten Nachtschlafes hormonelle Mechanismen der Unterzuckerung. Als zweiter Preisträger hat Dr. Felix Kreier vom Leiden University Medical Center in Rotterdam untersucht, wie das Nervensystem den Auf- und Abbau von weißem Fettgewebe steuert. Diese vier Preise sind jeweils mit 10.000 Euro ausgestattet.
Der mit 5.000 Euro dotierte Dietrich-Knorr-Preis ging an Privatdozentin Dr. med. Beate Karges, Oberärztin an der Universitätskinderklinik Ulm. Das mit 15.000 Euro ausgestattete German Pfizer Young Investigator´s Fellowship erhält in diesem Jahr die Medizinerin Silke Meyer von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
Die DGE verleiht jährlich mehrere Preise und Stipendien an junge Wissenschaftler. Der Jury gehören Mitglieder des Vorstandes der DGE an und Vertreter der jeweiligen Einrichtung, die das Preisgeld stiftet. Die Fachgesellschaft unterstützt damit wissenschaftliche Arbeiten sowohl in der Grundlagen-, als auch der klinischen Forschung. Außerdem vergibt sie Reisekostenstipendien und ermöglicht dadurch Nachwuchswissenschaftlern, ihre Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Kongressen vorzustellen. |