Hormone steuern unser Leben

Hormone

steuern unser Leben

Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine

Brief des Präsidenten

Liebe Mitglieder der DGE, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Ereignisse in der Ukraine in den letzten Wochen haben uns tief erschüttert. Die Folgen für die Bevölkerung in der Ukraine sowie der Geflüchteten, die inzwischen in großer Anzahl auch Deutschland erreichen, sind derzeit noch nicht in vollem Umfang abschätzbar. Die DGE sieht sich in der Pflicht, Patientinnen und Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen mit einem tragfähigen Konzept der Information und Kommunikation zu unterstützen. In den vergangen Wochen haben bereits Gespräche mit der ESE/ECAS sowie der DGKED stattgefunden, um den Bedarf zu analysieren und mögliche Konzepte zu diskutieren.

Aufruf und Bitte um Ihre Unterstützung

Brief des Präsidenten

Liebe Mitglieder der DGE, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie über die Aktivitäten der DGE im Rahmen der Ukraine-Hilfe auf dem Laufenden halten und bitten nochmals um Ihre Unterstützung. Die ESE hat bereits große Anstrengungen unternommen, sowohl die Versorgung der ukrainischen Patientinnen und Patienten mit lebensnotwendigen Medikamenten in Kooperation mit verschiedenen Herstellern, der WHO und "Ärzten ohne Grenzen" zu sichern, als auch die Situation der Geflüchteten zu verbessern. Die DGE unterstützt alle diese Aktivitäten.

Neueste Beiträge im Blog der DGE

Doppelgänger haben viele idente Gene

Doppelgänger, also Personen, die einem zum Verwechseln ähnlich sehen, haben sehr viele, vielleicht die meisten Menschen irgendwo auf der Welt, ohne dass sie miteinander verwandt sind („geheime Zwillinge“). Eine neue Studie an 32 Paaren von Doppelgängern („look-alike“-humans, im Englischen auch „doppelganger“ genannt) ergab bei 16 von ihnen eine frappierende Identität der Gene [...]

Menschen mit Vitiligo sind fünfmal so stark depressionsgefährdet wie Personen ohne die „Weißfleckenkrankheit“ – die VALIANT-Studie

In der Endokrinologie spielen die beiden Autoimmun-Polyendokrinopathischen Syndrome (APS I und APS II), auch wegen ihrer Vererblichkeit, eine bedeutende Rolle. Über die Kombination der Autoimmunerkrankung Vitiligo mit einer Hashimoto-Thyreoiditis bei Patienten mit APS publizierte auch der Endokrinologe Alfredo Pontecorvi (der damals neu berufene Leibarzt von Papst Franziskus) [...]

Besuchen Sie den Blog der DGE: blog.endokrinologie.net

Neueste Pressemitteilungen der DGE

Wenn Frauen und Mädchen zu viele männliche Hormone bilden

Altdorf/München, 20. September 2022 – Unregelmäßiger Zyklus, Damenbart, Akne, Unfruchtbarkeit: Treten diese Symptome bei Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter auf, könnte eine Form des sogenannten Adrenogenitalen Syndroms (AGS), late-onset AGS, die Ursache sein, sagt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE). Bei dieser angeborenen Funktionsstörung der Nebennieren produzieren die Drüsen zu viel männliche Hormone, etwa Testosteron. Damit ist das AGS die wichtigste Differentialdiagnose zum Polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS), das ähnliche Beschwerden hervorruft. Letzteres tritt jedoch viel häufiger auf. Da das AGS vererbbar ist und bei den Nachkommen auch eine schwere Form der Erkrankung auslösen kann, sollte im Zweifel immer eine endokrinologische Abklärung erfolgen. Die Störung, ihre Behandlungsmöglichkeiten sowie weitere Erkrankungen der Nebennieren sind Themen auf der Online-Pressekonferenz der DGE. Diese findet am Dienstag, den 20. September 2022 von 11.00 bis 12.00 Uhr im Vorfeld der 7. Deutschen Hormonwoche (24. September bis 1. Oktober 2022) statt.

Beschwerden in den Wechseljahren

Altdorf/Bielefeld, 15. September 2022 – Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen sind typische Beschwerden der Wechseljahre. Ein Drittel der Frauen ist dadurch im Alltag stark beeinträchtigt. Doch obwohl eine Hormonersatztherapie (HET) die Symptome am wirksamsten lindert, nehmen laut dem aktuellen Gesundheitsreport 2022 der Techniker Krankenkasse (TK) hierzulande immer weniger Betroffene Hormone gegen ihre Beschwerden ein (1). Entschieden sich im Jahr 2000 noch 37 Prozent der Frauen für eine HET, stagniert dieser Wert seit 2020 bei etwa sechs Prozent. Woran das liegt und ob die Zurückhaltung berechtigt ist, ist ein Thema der Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE). Diese findet am Dienstag, den 20. September 2022 von 11.00 bis 12.00 Uhr im Vorfeld der 7. Deutschen Hormonwoche (24. September bis 1. Oktober 2022) statt. Die Expertinnen und Experten zeigen darüber hinaus auf, wie Frauen auch ohne Hormone gut durch die Wechseljahre kommen können.

Kropf, Schilddrüsenknoten, verminderte Intelligenz: Zu wenig Jod kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben

Altdorf/Bielefeld, 23. August 2022 – Anlässlich des Beschusses des Atomkraftwerks Saporischschja in der Ukraine ist das Interesse an Jod derzeit groß. Dabei geht es jedoch um eine vorbeugende Einnahme - die Schilddrüse soll so vor radioaktiv verseuchtem Jod geschützt werden. Weniger im Fokus steht, dass Deutschland nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO wieder zu einem Jodmangelgebiet geworden ist (1). Hauptgrund ist der Rückgang des Gebrauchs von jodiertem Speisesalz in der professionellen Lebensmittelverarbeitung, etwa bei Fertiggerichten. Werde nicht bewusst auf eine gute Jodversorgung geachtet, drohe ein Anstieg von Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfen) und Schilddrüsenknoten in Deutschland, sagt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) im Vorfeld ihrer Online-Pressekonferenz am 20. September 2022 der 7. Deutschen Hormonwoche (24. September bis 1. Oktober 2022). Schwangere seien durch einen Jodmangel besonders gefährdet. Er könne die geistige und körperliche Entwicklung des ungeborenen Kindes gefährden.

Geplantes Selbstbestimmungsrecht bei Geschlechtsangleichung

Altdorf, Juli 2022 – Das bisherige Transsexuellengesetz soll noch in diesem Jahr durch das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden (1). Damit wäre es ab Mitte 2023 möglich, dass jeder Bürger ab 14 Jahren sein Geschlecht und seinen Vornamen selbst festlegen und beim Standesamt unkompliziert ändern kann. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) begrüßt diesen Schritt zur Selbstbestimmung der Betroffenen. Sie warnt jedoch gleichermaßen davor, künftig eventuell auch die hohen Hürden für eine hormonelle und operative Geschlechtsangleichung aufzuweichen. Denn die körperlichen Veränderungen sind oftmals irreversibel. Die Entscheidung zur körperlichen Transition müsse nach reiflicher Überlegung und ohne Druck getroffen werden. Es gelte, „Regrets“, Bereuen, möglichst zu verhindern. Das bisher laut Leitlinien praktizierte stufenweise Vorgehen habe sich bewährt und sollte bestehen bleiben (2), so die DGE. Dieses sieht im ersten Behandlungsschritt eine gründliche psychologische und eventuell psychiatrische Abklärung des Wunsches nach Geschlechtsanpassung vor, bevor die Hormontherapie beginnt. Zum Schutz ihrer Patient*innen fordert die DGE deshalb auch die Beteiligung von mehr Endokrinolog*innen in den mit den entsprechenden Gesetzesentwürfen befassten Gremien.

Aktuelles

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Über die DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft und Interessenvertretung all derer, die im Bereich Endokrinologie forschen, lehren oder ärztlich tätig sind. Lernen Sie den Vorstand und die Struktur der DGE kennen. Wenn Sie sich selber mit der Endokrinologie befassen, können auch Sie Mitglied der DGE werden. Eine besondere Anerkennung für junge Wissenschaftler sind die Wissenschaftspreise der DGE.

Service für Patienten

Mit was genau befasst sich die Endokrinologie? Wo finde ich einen Endokrinologen in meiner Nähe? Welche Erkrankungen im Bereich Hormone und Stoffwechsel gibt es? Kostenlose Broschüren geben leicht verständlich Auskunft über endokrinologische Themen. Patienten mit einer Hormonerkrankung finden Ansprechpartner in einer der vielen Selbsthilfegruppen.