Hormone steuern unser Leben

Hormone

steuern unser Leben

Stellungnahme: Vitamin D in der Corona-Pandemie

In unzähligen Assoziationsstudien ist mittlerweile gut belegt, dass niedrige Vitamin D-Spiegel mit einem negativen Ergebnis bezüglich zahlreicher Endpunkte wie respiratorische und kardiovaskuläre Erkrankungen, Infektionen einschließlich COVID-19, Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus und Mortalität assoziiert sind. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von experimentellen Daten, die eine mögliche Assoziation des Vitamin D-Signalweges mit der Funktion des Immunsystems und der Tumorentstehung zeigen, und so eine rationale Erklärung für die zahlreichen, dem Vitamin D zugeschrieben positiven Effekte bieten.

Endokrinologische Krankheitsbilder und COVID-19

Update 24.09.21: Da die Datenlage zum Verlauf von COVID-19 bei seltenen endokrinen Krankheitsbildern bisher sehr dünn ist, bitten wir alle Patienten mit seltenen endokrinen Erkrankungen und (Zustand nach) COVID-19-Infektion, sich bei uns zu melden.

Impfempfehlung: Es gibt keine Kontraindikationen aus medizinischer Sicht gegen eine COVID-19-Impfung bei endokrinologischen Erkrankungen. Wir empfehlen die SarsCoV2-Impfung uneingeschränkt.

Neueste Beiträge im Blog der DGE

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Neueste Pressemitteilungen der DGE

Cushing-Syndrom: Cortisonüberschuss schadet Gedächtnis und Psyche langfristig - Besserung nach erfolgreicher Therapie

Serie der DGE zu Tumoren der Hirnanhangdrüse: „Wenn die Schaltzentrale der Hormone entgleist“, Folge 3 von 4

Hamburg, November 2021 – Tumoren der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) können ein sogenanntes Cushing-Syndrom auslösen. Erste Zeichen des erhöhten Cortisolspiegels sind etwa Gewichtszunahme, insbesondere am Körperstamm, Verlust der Muskulatur, schlechte Wundheilung und Infektanfälligkeit. Weniger bekannt sind die geistigen und seelischen Schäden infolge des Cushing-Syndroms: Eine dauerhafte Überproduktion des Stresshormons beeinträchtigt auch Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit, Sprachvermögen und räumliche Wahrnehmung sowie die psychische Stabilität. Sie bleiben oft noch Jahre nach einer erfolgreichen Therapie bestehen. Dies zeigt eine aktuelle Übersichtsarbeit (1). Sie betont deshalb die Notwendigkeit einer intensiven Nachsorge. Dies deckt sich mit soeben erschienenen internationalen Empfehlungen zur komplexen Diagnostik und Therapie der Erkrankung (2). Um die Versorgung Betroffener zu verbessern, möchte die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) auf diese Erkrankung aufmerksam machen.

Riesenwuchs nicht mit normalem Alterungsprozess verwechseln

Serie der DGE zu Tumoren der Hirnanhangdrüse: „Wenn die Schaltzentrale der Hormone entgleist“, Folge 2 von 4

Hamburg, November 2021 – Wenn im mittleren Alter plötzlich Ehering und Schuhe nicht mehr passen und vermehrtes Schwitzen, Kopfschmerzen oder Schnarchen auftreten, könnten dies Symptome für einen gutartigen Tumor der Hirnanhangdrüse sein. Er führt dazu, dass die sogenannte Hypophyse zu viel Wachstumshormon ausschüttet. Dadurch werden Knochen und innere Organe unwiederbringlich dicker. Eine frühzeitige Diagnostik der sogenannten Akromegalie ist wichtig, betont die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Denn die Veränderungen beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch das Leben verkürzen. Rechtzeitig erkannt und behandelt, gelinge die Heilung durch Operation in über 90 Prozent der Fälle. Leider vergingen oft viele Jahre bis zur Diagnose. Denn häufig werde die langsame Vergröberung des Aussehens als Ausdruck des normalen Alterungsprozesses fehlgedeutet.

Prolaktinom: modernes Therapiespektrum umfasst Medikamente und Operation - Tumorentfernung durch die Nase bietet in vielen Fällen eine sichere Alternative

Serie der DGE zu Tumoren der Hirnanhangdrüse: „Wenn die Schaltzentrale der Hormone entgleist“, Folge 1 von 4

Hamburg, Oktober 2021 – Bei der Behandlung von Prolaktinomen, gutartigen hormonbildenden Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), kann heute neben der Standardtherapie mit Medikamenten auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Dies gilt nicht nur bei Unverträglichkeit der Medikamente oder bei nicht ausreichend möglicher Kontrolle des Hormonspiegels. Auch der Wunsch von Patientinnen und Patienten, nicht dauerhaft Medikamente einzunehmen, stellt heute ein wichtiges Argument für die Durchführung der OP dar. Durch einen schonenden Eingriff mit Zugang durch die Nase kann der gutartige Tumor der Hypophyse meist entfernt und die Patienten dadurch geheilt werden. Betroffene sollten über die Vor- und Nachteile beider Therapieoptionen Informationen erhalten, sagt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). So könnten Ärzte die Behandlung bestmöglich auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse abstimmen.

DDG und DGE: Diabetologie und Endokrinologie an den Universitäten stärken, um Patientenversorgung in der Zukunft zu sichern

Berlin, Oktober 2021 – Die Universitätsmedizin in Deutschland bildet mit ihrem Aufgabenverbund von Forschung, Lehre und Krankenversorgung die zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschafts- und Gesundheitssystem. In seiner jüngsten Empfehlung spricht sich der Wissenschaftsrat dafür aus, diese besonders zu stärken und ihre Basis zu erweitern. Doch laut dem wissenschaftspolitischen Beratungsgremium werden gerade in der Universitätsmedizin Bettenkapazitäten abgebaut und notwendige Forschungsaktivitäten eingestellt, da sie nicht ausreichend finanziert werden. Dadurch gehen zunehmend Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung verloren - und das besonders in der Endokrinologie und Diabetologie. Angesichts steigender Erkrankungszahlen zeigen sich die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) über diese Entwicklung besorgt. Sie fordern die politischen Entscheidungsträger dazu auf, insbesondere die Aus- und Weiterbildungskapazitäten auszubauen und damit einem Versorgungsdefizit entgegenzuwirken.

Aktuelles

65. Deutscher Kongress für Endokrinologie

Vom 17. bis 19. März 2022 findet der 65. Deutsche Kongress für Endokrinologie, der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) im Kongresshaus in Baden-Baden statt.

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen


Über die DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft und Interessenvertretung all derer, die im Bereich Endokrinologie forschen, lehren oder ärztlich tätig sind. Lernen Sie den Vorstand und die Struktur der DGE kennen. Wenn Sie sich selber mit der Endokrinologie befassen, können auch Sie Mitglied der DGE werden. Eine besondere Anerkennung für junge Wissenschaftler sind die Wissenschaftspreise der DGE.

Service für Patienten

Mit was genau befasst sich die Endokrinologie? Wo finde ich einen Endokrinologen in meiner Nähe? Welche Erkrankungen im Bereich Hormone und Stoffwechsel gibt es? Kostenlose Broschüren geben leicht verständlich Auskunft über endokrinologische Themen. Patienten mit einer Hormonerkrankung finden Ansprechpartner in einer der vielen Selbsthilfegruppen.