DFG Klinische Forschergruppe (KFO) 326 Münster-Essen

Männliche Keimzellen: Von den Genen zur Funktion

Art der Förderung, Drittmittelgeber

DFG Klinische Forschergruppe (KFO) 326

Zeitraum der Förderung

07/2017-06/2020 (mit der Möglichkeit einer zweiten Förderperiode)

Beteiligte Institutionen

  • Westfälische Wilhelmsuniversität und Universitätsklinikum Münster: Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Core Facility Genomik, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Allgemeine Pädiatrie), Institut für Zellbiologie, Institut für Humangenetik, Institut für Medizinische Informatik
  • Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster
  • Institut für Humangenetik an der Universität Duisburg-Essen

Kontaktpersonen, Koordination

Sprecher: Prof. Dr. rer. nat. Jörg Gromoll
Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. med. Frank Tüttelmann
Projektkoordinatorin: Dr. rer. nat. Cristin Brand

Inhalt und Ziele

Männliche Infertilität ist sowohl auf genetischer als auch auf klinischer Ebene eine sehr komplexe Erkrankung. Daher kann nur ein ganzheitlicher Ansatz das Verständnis der zugrundeliegenden Ursachen und der Pathophysiologie erweitern. Diese klinische Forschergruppe (KFO) erforscht die Funktion von humanen Keimzellen auf (epi-)genetischer und molekularer Ebene vom vollständigen Keimzellverlust bis hin zur Spermiendysfunktion. In der KFO arbeiten verschiedene klinische und grundlagenbiologische Institutionen mit Experten für Stammzellen, Kinderheilkunde und Tiermodellen eng zusammen. Die KFO verbindet Grundlagenforschung mit klinischer Forschung und hat als integralen Bestandteil eine Professur für Reproduktionsgenetik. Die Einzelprojekte sind stark translational ausgerichtet und thematisieren die Hypothese, dass männliche Infertilität durch genetische und epigenetische Faktoren verursacht wird und diese Krankheit zudem weitere Konsequenzen für die Gesundheit des Mannes hat. Diese ganzheitliche Sicht wird zur Identifizierung neuartiger (epi-)genetischer Faktoren und assoziierter Phänotypen und deren Einfluss auf die Keimzellfunktion führen. Dadurch wird die Diagnostik von infertilen Männern optimiert und somit die Patientenversorgung verbessert.